Region Mainfranken GmbH

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Mainfränkische Konjunktur intakt

Ein Wachstumsstopp, wie für die Eurozone vorhergesagt, ist in Mainfranken bislang nicht in Sicht. Die Konjunkturanalyse der IHK Würzburg-Schweinfurt zum Jahresauftakt prognostiziert ein gemäßigtes Wachstum, bei allerdings zunehmenden globalen Risiken.

Insgesamt 334 für die mainfränkische Wirtschaft repräsentative Unternehmen haben an der jüngsten Konjunkturumfrage der mainfränkischen IHK teilgenommen. Und neun von zehn berichten derzeit von einer guten oder befriedigenden Geschäftslage. „Die Maschinen und Bänder laufen auf Hochtouren und auch die Auftragsbücher sind weiterhin gut gefüllt. Die Firmen schätzen die Auslastung der Produktion noch einmal besser ein als im Herbst des Vorjahres.“, berichtete IHK-Präsident Dieter Pfister in der Jahresanfangspressekonferenz der Wirtschaftskammer. Der Wert des IHK-Konjunkturklimaindikators für Mainfranken liegt derzeit wie im Herbst unverändert bei 118,4 Punkten. 

Während sich die mainfränkische Industrie auch weiterhin mit einer starken Exportquote von rund 44 Prozent als Taktgeber des regionalen Wirtschaftsgeschehens erweist, haben auch die binnenwirtschaftlich geprägten Branchen Handel und Dienstleistungen positiv zur konjunkturellen Entwicklung in Mainfranken beigetragen.

In Mainfranken bewerten 51 Prozent die Geschäftsentwicklung der letzten Monate als gut und weitere 42 Prozent als befriedigend. Die Geschäftserwartungen haben sich im Vergleich zum Herbst 2011 deutlich aufgehellt. Ein positives Konjunkturklima wie auch ein optimistischer Blick nach vorne zeigt sich auch im mainfränkischen Großhandel. Und auch von der Dienstleistungsbranche kommen derzeit fast ausschließlich positive Signale. Jedes zweite befragte Dienstleistungsunternehmen berichtet von gestiegenen Umsätzen und einem konstanten Ausblick. „Folgt man dem Stimmungsbild der Unternehmen, dann stehen die Chancen gut, dass sich die Geschäftslage im Jahr 2012 weiter stabil entwickelt.“, so Pfister.

„Der zuletzt weitestgehend vom Auslandsgeschäft getragene Aufschwung hat durch eine stärkere Binnenkonjunktur auch als Folge einer stabilen Arbeitsmarktentwicklung ein weiteres Standbein erhalten und an Nachhaltigkeit gewonnen.“ so die Einschätzung von Prof. Dr. Ralf Jahn, Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg Schweinfurt. Während sich die mainfränkische Realwirtschaft weiter intakt zeigt, nehmen aber globale Risiken zu. Weil die mainfränkische Industrie stark mit ausländischen Handelspartnern verflochten ist und Staaten wichtiger Handelspartner eine hohe Staatsverschuldung haben, sei laut IHK in den kommenden Monaten mit nachlassenden Exportimpulsen zu rechnen. Im Maschinenbau erwartet bereits jedes fünfte Unternehmen wieder eine schlechtere Geschäftslage und rund jedes vierte rückläufige Auftragseingänge. „Es ist davon auszugehen, dass sich das Wachstumstempo der Branche im Jahr 2012 verlangsamt.“, so der IHK-Präsident.

Zu den Risiken für die kommenden Monate zählen die Betriebe die Entwicklung wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen (54 Prozent), den zunehmenden Fachkräftemangel (46 Prozent) und die Entwicklung von Energie- und Rohstoffpreisen (45 Prozent).

Weitere Informationen zur Konjunkturumfrage finden Sie hierexterner Link.