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Energieeffizientes Bauen hautnah erlebt!

Die aktuelle Diskussion rund um die Energiewende wird weitestgehend dominiert von Schlagworten wie EnergieDialog0001"Reform des EEG", "Bau großer Stromautobahnen" oder "Mindestabstand von Windkraftanlagen zur Wohnbebauung" - Themen also, die vornehmlich im Dunstkreis der Erneuerbaren Energien zu verorten sind. Zweifelsohne ist diese Diskussion wichtig, um die Mammutaufgabe Energiewende bewältigen zu können. Mit der verstärkten Nutzung Erneuerbarer Energien alleine ist es jedoch nicht getan. Vielmehr ist das reibungslose Ineinandergreifen aller Elemente des "energetischen Dreisprungs" notwendig.

Dazu zählt auch die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen im Gebäudebereich - ein zentrales Thema, dem sich der 1. EnergieDialog Mainfranken widmete. Als wahrer Leuchtturm in Sachen Energieeffizienz, der weit über die mainfränkischen Grenzen hinausstrahlt, bot das Energy Efficiency Center des ZAE in Würzburg den richtigen Rahmen für die Tagung, vereint es doch effiziente Technologien in der Gebäudehülle mit einer intelligenten Gebäudetechnik. Davon konnten sich die rund 70 Teilnehmer im Rahmen einer Betriebsführung selbst überzeugen.

Zu Beginn des Vortragsprogramms gab Ulrich Hach von der Bayerischen Energieagentur einen Überblick über Potenziale, Aufgaben und Strategien bei der energetischen Modernisierung. Über ein breites Maßnahmenspektrum wie dem Energieeffizienzpakt Bayern oder die Implementierung kommunaler Energienutzungspläne, durch vielfältige Fördermöglichkeiten und die umfassende Einbindung von Akteuren über das Arbeitsforum Energieeffizienz/-energieeinsparung sei es gelungen, die Energiewende in Bayern ein gutes Stück voranzutreiben. Gleichwohl sei noch ein weiter Weg zu gehen.
Im Anschluss daran stellte Prof. Wolfgang Sorge vor, welchen Beitrag die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt im planerischen Bereich für mehr Nachhaltigkeit im Gebäudesektor leistet. So sei Architektur zunehmend als integrale Planung zu begreifen, die sich im Spannungsfeld von Klima, Gebäude, Technik und Nutzung bewege. Dabei gelte es, die unterschiedlichen Anforderungen an Gebäudehülle und -technik sowie regenerativer Energieerzeugung mit den Ansprüchen der Nutzer, etwa in Sachen Wohnkomfort oder Behaglichkeit zu vereinen.
Die technische Dimension energieeffizienten Bauens stand ganz im Fokus der letzten beiden Vorträge. Harald Hünting (Knauf Gips KG) schilderte eindrucksvoll, welch großen Beitrag die Leichtbautechnologie für eine erfolgreiche Energiewende zu leisten vermag. Nicht nur bei Neubauten, auch bei der Sanierung von Bestandsgebäuden gebe es aufgrund beschleunigter technischer Fortschritte in der Trockenbauweise mittlerweile vielfältige und individuelle Lösungen für unterschiedlichste bauliche Anforderungen. Grundsätzlich sei es im Hinblick auf eine noch stärkere Bewusstseinsbildung bei der Bevölkerung notwendig, das Thema energieeffizientes Bauen vermehrt mit Emotionen zu verknüpfen.
Einen konkreten Bezug zum Energy Efficiency Center konnte Manfred Weiß (Siemens AG) aufgrund der Partnerschaft mit dem ZAE im Bereich Automatisierungstechnik herstellen. Intelligente Netzwerklösungen ermöglichen es zunehmend, die einzelnen Gewerke auf Basis integraler Planung im Sinne einer "Architektur der Gebäudetechnik" zusammen wachsen zu lassen und so die Energieeffizienz zu erhöhen. Über die reine Installation hinaus erfordere dies jedoch eine kontinuierliche Beobachtung und Analyse des Gebäudebetriebs und der technischen Installationen.
 

DiashowEnergieDialog

 Die Präsentationen der Referenten finden Sie hier:

Vortrag_FHWS, 1519 KB
Vortrag_Siemens, 1386 KB
Vortrag_Knauf, 2371 KB

 

 

Ansprechpartner

Region Mainfranken GmbH

Ludwigstraße 10 1/2
97070 Würzburg

Tel: +49(0)931-452 652-0
Fax: +49(0)931-452 652-20
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