Strategische Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung

Startschuss für die Weiterentwicklung und Nachnutzung des Gesundheitsstandortes Marktheidenfeld

09. Februar 2021
Quellenangabe:

Klinikum Main-Spessart

Zur Website

09.02.2021

Die Weiterentwicklung und Nachnutzung des Gesundheitsstandortes Marktheidenfeld nimmt Fahrt auf: Das Bayerische Landesamt für Pflege hat den vorzeitigen Maßnahmenbeginn genehmigt. Somit ist der Startschuss für das Projekt der Entwicklung eines regionalen Gesundheits- und Pflegekompetenzzentrums (RGPZ) des Landkreises Main-Spessart am Standort Marktheidenfeld gefallen.

Vor rund einem Jahr, am 07. Januar 2020, hat die damalige Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege Melanie Huml den Standort Marktheidenfeld besucht und gemeinsam mit Sophie Schwab von der Krankenkasse DAK-Gesundheit das mögliche Projekt beleuchtet und ihre Unterstützung zugesichert. Durch die Pandemie hat sich der Antrag verzögert. Am 23. Dezember des letzten Jahres ging die Genehmigung für einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn nach Nr. 1.3.3 Satz 1 VV zu Art. 44 BayHO vom Bayerischen Landesamt für Pflege ein.

Stärkung der mainfränkischen Gesundheitsversorgung

Für die Förderung des Projekts sind 200.000 € vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege veranschlagt. Die Anschubförderung hatte Landtagsabgeordneter Thorsten Schwab im Rahmen der Haushaltsberatungen des Freistaates Bayern 2020 initiiert, der Betrag wurde im Staatshaushalt bereits voriges Jahr beschlossen. „Ich freue mich sehr, dass es nun gelungen ist, den Betrag in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium abzurufen. Das ist ein sehr wichtiges und lange erwartetes erstes Signal für die Nachnutzung und Weiterentwicklung des Gesundheitsstandortes in Marktheidenfeld“, erläutert Schwab. Ziel ist es, mit diesem Projekt weitere Fördergelder vom Bund zur Errichtung eines Gesundheits- und Pflegekompetenzzentrums zu erhalten. „Durch den Bescheid des Landesamtes kann das Klinikum Main-Spessart bereits mit dem Projekt beginnen“, erklärt Landrätin Sitter und führt fort: „Das RGPZ ist ein innovatives Projekt für die Gesundheitsversorgung der Menschen im Landkreis Main-Spessart mit dem Ziel der Patientenzufriedenheit. Hier liegt die Zukunft, deshalb liegt mir das Projekt besonders am Herzen.“

Die strategische Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung des Landkreises Main-Spessart beinhaltet neben der Nachnutzung der Krankenhausimmobilie in Marktheidenfeld auch die zukünftige Verbesserung der Vernetzung der verschiedenen Leistungsanbieter im Landkreis, beispielsweise mit niedergelassenen Ärzten und Anbietern haushaltsnaher Dienstleistungen, Sozialdiensten, Mobilitätshilfen, Arzneimittelversorgung oder mobile Diagnostik.

Im Rahmen des Masterplans 2025 ist es geplant, zusätzlich zur Expertise in der Unternehmensentwicklung des Klinikums eine externe Beratungsfirma hinzuzuziehen. Diese soll im Rahmen des Projektes den Versorgungsbedarf in den verschiedenen Leistungssektoren erheben. Ziel sind ein strategisches Konzept, die Herleitung tragfähiger Businesspläne sowie die anschließende Umsetzungsbegleitung im Landkreis durch die Etablierung eines professionellen Projektmanagements. Das Gesamtprojekt wird wissenschaftlich begleitet werden.

Bild: Klinikum Main-Spessart