Betriebliches Gesundheitsmanagement

4. Fachveranstaltung „Erfolgsfaktor Gesundheit"

18. Oktober 2018

Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels stehen Personalmanagement und Gesundheitsmanagement im Unternehmen in enger Verbindung zueinander. Be-triebliches Gesundheitsmanagement gewinnt vor diesem Hintergrund weiter an Bedeutung. Die Region Mainfranken GmbH bot am 18. Oktober 2018 mit ihrer 4. Fachveranstaltung „Erfolgsfaktor Gesundheit“ eine regionale Plattform für Information, Austausch und Kooperation. 

„Gute Gefühle sind wie Federn, sie beflügeln.“ 

Landrat Thomas Bold, Politischer Sprecher des Fachforums Gesundheit konnte rund 150 Unternehmer und Personalverantwortliche in der Stadthalle Lohr  begrüßen. „Wir verbringen etwa zwei Drittel unserer Tageszeit am Arbeitsplatz. Die Arbeit hat nicht nur großen Einfluss auf uns, sondern ist gleichzeitig ein ganz wichtiges Umfeld zur Förderung der Gesundheit.“ Wahrnehmung und Umsetzung von Gesundheitsförderung und Prävention im Unternehmen gelte es weiter zu fördern.

Und genau hier setzt die Veranstaltungsreihe „Erfolgsfaktor Gesundheit“ der Region Mainfranken GmbH an: zusammenkommen, sich informieren, vernetzen, am Puls der Zeit bleiben und Kooperationen anbahnen, um die Potenziale des Betrieblichen Gesundheitsmanagements noch besser für die mainfränkischen Arbeitgeber zu heben und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. „Neue Fachkräfte nach Mainfranken zu holen ist eine Kernaufgabe im Standortmarketing – genauso wichtig ist es jedoch, die Mitarbeiter, die wir bereits in der Region haben, zu halten“, so Åsa Petersson, Geschäftsführerin der Region Mainfranken GmbH.

Potenziale einer neuen Führungs- und Arbeitskultur

„Man könnte auf Heerscharen von Unternehmensberatern verzichten, wenn die agierenden Menschen im Unternehmen verstehen, wie man Beziehungen konstruktiv gestaltet.“ Dr. Walter Kromm weiß um die Bedeutung der Gesundheit der Beschäftigten. Der Mediziner und Master of Public Health arbeitet und forscht seit vielen Jahren an der „Nahtstelle“ zwischen Gesundheit und Unternehmensführung. Es gelte den Weg hin zu einer kooperativen Führungs- und Arbeitskultur zu bestreiten. „Wenn die Führungskraft ihren Mitarbeitern auf Augenhöhe begegnet entsteht Verbundenheit. Miteinander-Management basiert auf Wertschätzung und  fördert die Motivation – ein Erfolgsrezept für jedes Unternehmen.“ 

Austausch in Dialogforen 

In Kooperation mit den lokalen Gesundheitsregionen PLUS (GR PLUS) konnten in parallelen Dialogforen aktuelle Trends und Schwerpunkte des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) vertieft behandelt werden. Die Präsentation von Best Practice-Beispielen und die Diskussion mit Fachexperten standen dabei im Mittelpunkt: Das Forum „Alternde Belegschaft“ thematisierte die Bedürfnisse der älteren Mitarbeiter. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels  sollte ein deutliches Signal ausgehen, dass der Arbeitseinsatz aller Mitarbeiter wichtig ist. Lebensentwürfe von Frauen und Männern sind unterschiedlich – auch die Gesundheit hat ein Geschlecht. Nicht nur in ihrer Lebenserwartung, sondern auch in ihrem gesundheitsbezogenen Verhalten und in ihren Krankheitsprofilen gibt es Unterschiede. Ein Austausch über die nachhaltige und sukzessive Integration von Gender in das BGM bot das Forum „Gender“.

Die Arbeitswelt und auch die Kommunikation werden durch die zunehmende Digitalisierung nachhaltig beeinflusst. Das machte das Dialogforum „Digitalisierung“ deutlich. Ein modernes Gesundheitsmanagement mit digitaler Unterstützung kann die Mitarbeiter besser erreichen, Maßnahmen schneller evaluieren und insgesamt die dauerhafte Integration der Gesundheitsförderung im Betrieb unterstützen. 
Im Rahmen einer Begleitausstellung nutzten die Besucher die Möglichkeit, mit regionalen Gesundheitsanbietern und Experten zu diskutieren sowie Kontakte zu knüpfen.