Nachhaltigkeitspreis 2019

Save the date: Der Nachhaltigkeitspreis geht in die sechste Runde

Ansprechpartner:

Sebastian Kühl, Dipl.- Geogr.
Ludwigstraße 10 1/2
97070 Würzburg
0931/452 652-13
kuehl@mainfranken.org


Veranstaltungshinweis & Anmeldung:
28. September 2019

Nachhaltigkeit heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Interessen in den Mittelpunkt des Handelns zu stellen – eine Herausforderung, vor der manche Unternehmen noch zurückschrecken. Umso wichtiger sind daher Beispiele, die zeigen, dass sich diese drei Dimensionen nicht gegenseitig ausschließen, sondern in Einklang zu bringen sind, ohne den wirtschaftlichen Erfolg zu gefährden. Denn gelebte Nachhaltigkeit braucht Vorbilder! In Mainfranken sind bereits zahlreiche Unternehmen diesem Leitgedanken gefolgt, haben sich der Nachhaltigkeit verschrieben, sie als festen Bestandteil ihrer Unternehmenskultur etabliert und gehen damit mit gutem Beispiel voran.

Dieses Engagement würdigt die Region Mainfranken GmbH mit dem Nachhaltigkeitspreis Mainfranken. Ziel ist es, die in der Region bereits vorhandenen betrieblichen Anstrengungen zu würdigen, nach außen sichtbar zu machen und dadurch Motivation zur Nachahmung ökologisch tragfähiger, wirtschaftlich effizienter und sozial gerechter Maßnahmen zu schaffen. Denn nur so können die richtigen Weichen für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Mainfranken gestellt werden.

Schwerpunkt des Wettbewerbs bilden die Themen Klima und Energie. Die Implementierung von Energiemanagementsystemen wird ebenso honoriert wie die Durchführung energetischer Sanierungsmaßnahmen, die Nutzung regenerativer Energien oder der Einsatz nachwachsender Rohstoffe. Auch die Realisierung eines klimafreundlichen Mobilitätsverhaltens, die Inanspruchnahme einer externen Energieberatung sowie außerbetriebliches Engagement beim Umwelt- und Klimaschutz zählen zum Kriterienkatalog des Wettbewerbs.

Vom 1. März bis 01. Juli 2019 konnten sich alle mainfränkischen Arbeitgeber mittels eines Kurz-Bewerbungsbogens am Wettbewerb beteiligen. Im Anschluss daran wird eine Fachjury – bestehend aus Oliver Freitag (IHK Würzburg-Schweinfurt), Michael Bissert (Handwerkskammer für Unterfranken) sowie Karlheinz Paulus (Energieagentur Unterfranken) – die Sieger ermitteln.

Da Art und Umfang der betrieblichen Maßnahmen von der jeweiligen Unternehmensstruktur abhängig sind, wird der Nachhaltigkeitspreis in verschiedenen Kategorien, orientiert an Betriebsgrößen, verliehen – vom Ein-Mann-Betrieb über mittelständische Unternehmen bis hin zu Global Player. Gewürdigt werden die Leistungen in Sachen Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Klimaschutz im Rahmen Eröffnung der Mainfranken-Messe am 28. September 2019.

 

Nachhaltigkeitspreis 2017

Rückblick: Das waren die Sieger 2017

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Sebastian Kühl, Dipl.- Geogr.
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kuehl@mainfranken.org
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30. September 2017

Betrieblichen Umweltschutz zum Nulltarif gibt es nicht! Er lohnt sich aber trotzdem! So führen Investitionen unterm Strich vielfach zu erheblichen Kosteneinsparungen – etwa durch geringeren Material- und Energieeinsatz oder sinkende Entsorgungskosten. Ganz zu schweigen vom Imagegewinn, nicht nur für Unternehmen, sondern auch für eine gesamte Region, die sich als Standort mit hoher Umweltqualität einen entscheidenden Vorteil im Wettbewerb um Fachkräfte verschaffen kann.

Im Jahr 2017 suchte die Region Mainfranken GmbH wieder Arbeitgeber, die in Sachen nachhaltiges Wirtschaften mit gutem Beispiel vorangehen. Und wurde fündig: Gewinner des Nachhaltigkeitspreises Mainfranken 2017 sind Martin Weber Haustechnik (Kategorie „1-10 Mitarbeiter“), die Hubert Schneider GmbH und die Albert Haus GmbH & Co. KG (beide Kategorie „11-50 Mitarbeiter“), die BIONADE GmbH (Kategorie „51-250 Mitarbeiter“) sowie die Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG (Kategorie „über 250 Mitarbeiter“). Aus einem Bewerberfeld, welches von einem außerordentlichen betrieblichen Engagement zeugte, stachen die Sieger durch ihren herausragenden Einsatz in den Schwerpunktthemen Klima, Energie und Ressourcen heraus und wurden von der mit Vertretern der IHK Würzburg-Schweinfurt, der Handwerkskammer für Unterfranken und der Energieagentur Unterfranken besetzten Fachjury zu den Gewinnern der diesjährigen Wettbewerbsrunde gewählt.

Ihre Würdigung fanden die unternehmerischen Leistungen bei der Eröffnung der diesjährigen Mainfranken-Messe. 
Die siegreichen Beiträge der Wettbewerbsrunden finden Sie unten.

Martin Weber Haustechnik

Gewinner der Kategorie "1-10 Mitarbeiter"

Gewinner des Nachhaltigkeitspreises Mainfranken 2017 in der Wettbewerbskategorie >>1-10 Mitarbeiter<<

Die Martin Weber Haustechnik aus Würzburg überzeugte beim diesjährigen Nachhaltigkeitspreis Mainfranken mit einem überdurchschnittlichen Engagement in Sachen Klimaschutz, Energieeffizienz und Ressourcenschonung und wurde von der Fachjury daher einstimmig zum Sieger in der Wettbewerbskategorie >>1-10 Mitarbeiter<< gekürt.

So wurden im Betrieb, basierend auf unterschiedlichen externen Energieberatungen, im Rahmen einer umfassenden energetischen Sanierung Eingangstüren erneuert und Fenster mit dreifach-Verglasung eingebaut. Um die Gebäudedichtheit zu erhöhen, wurden Außenrolladen angebracht, die Rollladenkästen verschlossen und eine Dämmung der Außenwände sowie des Dachs mittels Hanf und Holzfaserplatten vorgenommen. Darüber hinaus erfolgte die gesamte Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik.

Gleichermaßen überzeugte die Wettbewerbsjury das nachhaltige Ressourcenmanagement des langjährigen Mitglieds im Umweltpakt Bayern. Beispiele hierfür reichen vom Einsatz nachhaltiger bzw. recycelbarer Rohstoffe in Verwaltungsabläufen, im Betriebsgebäude und im Verkauf über sparsamen Material- und Wasserverbrauch bis hin zu Maßnahmen zur Müllvermeidung und Förderung der Kreislaufwirtschaft.

Auch bei der Nutzung Regenerativer Energien erfüllt die Firma Martin Weber Haustechnik eine Vorbildfunktion. Neben Holzpellets-Brennwerttechnik, welche konsequent auf nachwachsende heimische Energie setzt und Solarthermie zur Warmwasserbereitung und teilsolarem Heizen auch an den kalten Wintertagen, kommt für den Eigenverbrauch zusätzlich eine Photovoltaikanlage mit einem 20KW-Pufferakku und Ladestation für das betriebseigene Elektrofahrzeug zum Einsatz.

Abgerundet wird das Maßnahmenportfolio durch kleinere Geldanlagen in Ökofonds und den Kauf einer zwei Hektar großen Ausgleichsfläche in Form einer Naturwiese.

Hubert Schneider GmbH

Gewinner der Kategorie "11-50 Mitarbeiter"

In der Wettbewerbskategorie >>11-50 Mitarbeiter<< setzte sich die Hubert Schneider GmbH aus Kleineibstadt erfolgreich durch und wurde von der Jury zum Sieger des Nachhaltigkeitspreises Mainfranken 2017 gewählt. Gerade das Thema erneuerbare Energien hat bei der Bau- und Möbelschreinerei große Bedeutung. Die Installation einer 130 kW Photovoltaikanlage auf dem Dach der Schreinerei sichert dem Betrieb ganzjährig die Versorgung mit Öko-Strom. Als regeneratives Wärmenetz fungiert eine neue mit Hackschnitzel und Sägespäne betriebene Zentralheizung.

Auch nachhaltiges Ressourcenmanagement nimmt im Unternehmen eine zentrale Rolle ein. Maßnahmen zur Müllvermeidung und sparsamer Material- und Wasserverbrauch sowie die Förderung der Kreislaufwirtschaft zeugen von einem überdurchschnittlichen Einsatz in Sachen Ressourcenschonung. So findet zum Beispiel in der Produktion nur Holz von FSC® und PEFC™ zertifizierten Herstellern Verwendung. Insbesondere die Wiederaufforstung des eigenen Waldes wird bei der Hubert Schneider GmbH als eine lohnenswerte Investition für die Zukunft betrachtet.

In den letzten drei Jahren konnte die Bau- und Möbelschreinerei im Zusammenhang mit energetischen Sanierungsmaßnahmen ebenfalls einiges auf den Weg bringen. Dabei fand eine komplette Dachsanierung und Dachdämmung mit zusätzlich integrierten Solarzellen statt. Ergänzend wurde der Anbau von Außenwanddämmung an der Produktionshalle vorangetrieben. Eine energieeffiziente Betriebsanlage und Produktionstechnik durch Wärmerückgewinnung in der Späne-Absauganlage, Nutzung von LED-Beleuchtung und eine neue Kantenanleimmaschine unterstreichen das Engagement des Betriebes für einen sparsameren Energieverbrauch.

Albert Haus GmbH & Co. KG

Gewinner der Kategorie "11-50 Mitarbeiter"

Die Bewerbung der Albert Haus GmbH & Co. KG um den Nachhaltigkeitspreis Mainfranken 2017 wusste die Fachjury zu überzeugen und wurde mit dem Sieg in der Wettbewerbskategorie <<11-50 Mitarbeiter>> belohnt.

Der Holz-Fertighaushersteller aus Burkardroth besticht unter anderem durch vorbildliche Maßnahmen im Bereich nachhaltiges Ressourcenmanagement. So wird im Produktionsprozess auf Holz aus der Region und aus nachhaltiger Holzwirtschaft zurückgegriffen sowie Produktionsabfälle in der eigenen Hackschnitzelanlage verwertet. Nachhaltige Rohstoffe finden auch in den Betriebsgebäuden Verwendung. Demnach wurde das eigene Kundenzentrum mit einer Fläche von 1.500 m² in Holzbauweise errichtet und mit Luftwasser-Wärmepumpen sowie einer kontrollierten Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung zur Energieeinsparung konzipiert. Außerdem wird für jedes fertiggestellte Haus ein Baum in einer Plantage des Projekts „Treeme“ großgezogen und zusätzlich ein Obstbaum auf dem Grundstück des Bauherrn gepflanzt.

Auch in puncto erneuerbarer Energien hat das Unternehmen aus dem Landkreis Bad Kissingen Vorzeigecharakter. So wurden alle Dächer der Produktionsgebäude und des Musterhauses in Burkardroth mit Photovoltaikanlagen bestückt. Somit können beeindruckende 80 % des Strombedarfs für Produktion und Verwaltung gedeckt werden. Darüber hinaus wurde im Musterhaus die Gasheizung durch eine Split-Luftwasser-Wärmepumpe ausgetauscht und der Betrieb einer Holzhackschnitzelanlage eingeführt. Durch den Einbau energiesparender LED-Leuchtmittel in den 2015 fertiggestellten Neubauten Kunden-/Bemusterungszentrum und Produktionshalle wird ein hoher Grad an Energieeffizienz erreicht.

Ein aktives außerbetriebliches Engagement im Rahmen der Mitgliedschaften beim Bund Naturschutz und WWF komplettieren den betrieblichen Einsatz für mehr Umwelt- und Klimaschutz.

Bionade GmbH

Gewinner der Kategorie "51-250 Mitarbeiter"

Verantwortungsvoll produzieren und agieren – das hat sich die Bionade GmbH aus Ostheim/Rhön auf die Fahnen geschrieben und lebt dies vorbildlich im betrieblichen Alltag. Grund genug für die Fachjury, das vielfältige Engagement des Getränkeherstellers für mehr Nachhaltigkeit mit dem Sieg in der Wettbewerbskategorie >>51-250 Mitarbeiter<< zu honorieren.

Im Zentrum der Unternehmensphilosophie steht dabei das nachhaltige Ressourcenmanagement, das sich in einer Vielzahl an Maßnahmen widerspiegelt. So werden für die Bionade ausschließlich Rohstoffe aus 100 Prozent ökologischer Landwirtschaft verwendet, wobei der Großteil davon – etwa Braugerste, Holunder, Äpfel, Birnen, Quitten, Pflaumen oder Minze – regional bezogen werden. Darüber hinaus setzt das Unternehmen neben Maßnahmen zum sparsamen Material- und Wasserverbrauch, zur Müllvermeidung und Förderung der Kreislaufwirtschaft auch auf ein ganzheitliches Supply Chain Management, welches, auf dem Bionade Lieferantenkodex basierend, für Transparenz in der Lieferkette und damit für die Einhaltung der Bio-Qualitätsstandards sorgt.

Aber auch was die energetische Sanierung von Gebäudehülle, Betriebsanlagen und Produktionstechnik anbelangt, war Bionade in den vergangenen drei Jahren alles andere als untätig. Beispielsweise fand im Bereich Beleuchtung eine betriebsweite Umstellung auf LED-Technik statt, die Außenwände des Verwaltungsgebäudes wurden gedämmt, Dächer mit Sandwichplatten erneuert, Fenster ausgetauscht, die Lüftungsanlage in der Füllerei erneuert, ein neues, chargengerechtes und damit energieeffizienteres Sudhaus gebaut, die Druckluft- und Kälteanlagen modernisiert oder ein Energiemanagementsystem für die Prozesstechnik eingeführt.

Nicht zuletzt beeindruckte die Fachjury auch das große außerbetriebliche Engagement von Bionade im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Durch die Partnerschaft mit der Klimaschutzorganisation myclimate gelang es etwa, im Jahr 2016 1.168 Tonnen CO2 durch Klimaschutzprojekte zu kompensieren. Beispielgebend ist auch die vielfältige Unterstützung regionaler Initiativen zum Erhalt biologischer Vielfalt und natürlicher Ressourcen – vom Biosphärenreservat Rhön über die Initiative Bio-Landbau Rhön bis hin zur Patenschaft für einen Abschnitt des Flusses Streu.

Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG, Würzburg

Gewinner der Kategorie "über 250 Mitarbeiter"

Brose setzt Maßstäbe. Aus einem hochklassigen Bewerberfeld stach der Beitrag der Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG aus Würzburg hervor und wurde von der Jury einstimmig zum Gewinner des Nachhaltigkeitspreises Mainfranken 2017 in der Betriebsgrößenklasse >>mehr als 250 Mitarbeiter<< gekürt.

Besonders überzeugt zeigte sich die Fachjury von den energetischen Sanierungsmaßnahmen an Gebäudehülle, Betriebsanlagen und Produktionstechnik. So wurden in den vergangenen drei Jahren etwa 25 Prozent der Gesamtdachfläche am Standort Würzburg saniert, automatisch schließende Außentüren und Schnelllauftore installiert, Fenster ausgetauscht und in einem ersten Schritt die Beleuchtung in der Vorfertigung auf LED umgestellt, wodurch der Stromverbrauch um 33 Prozent gesenkt werden konnte. Mittels eines dreistufigen Energiekonzepts gelang es darüber hinaus, die Bereiche Druckluft, Heizung und Kaltwasserverbund energetisch so zu optimieren, dass signifikante Einsparungen erzielt werden konnten. Außerdem werden die Produktionsanlagen durch ein Energieeffizienz-Controllingprogramm überwacht und gegebenenfalls Maßnahmen zur Energieeinsparung eingeleitet.

Äußerst vielfältig sind auch die Anstrengungen von Brose in Sachen nachhaltiges Ressourcenmanagement. Diese reichen von der Verwendung nachhaltiger Rohstoffe in Verwaltung und Betriebsgebäuden sowie Maßnahmen zur Senkung des Materialverbrauchs über ein Transportmanagement-System zur Optimierung von Frachtrouten und LKW-Auslastung bis hin zum Lebenszyklusmanagement zur Steigerung der Recycling- und Verwertbarkeitsquoten der Produkte und Anlagen.

Auch nachhaltiges Mobilitätsverhalten wird beim Automobilzulieferer großgeschrieben – etwa über die Förderung von Fahrgemeinschaften mittels einer internen Internet-Plattform, Leasingmöglichkeiten von E-Bikes für Mitarbeiter oder den kontinuierlichen Ausbau des E-Mobil-Anteils im Fahrzeugpool, der aktuell bereits 10 Prozent beträgt.

Gemeinsam mit der Implementierung einer nachhaltigen Betriebsführung in Form von Umwelt- und Energiemanagementsystemen, der Nutzung regenerativer Energien und einer umfassenden Mitarbeitersensibilisierung tritt Brose damit eindrucksvoll den Beweis an, dass auch ein Global Player Ökonomie, Ökologie und Soziales in Einklang bringen kann ohne den wirtschaftlichen Erfolg zu gefährden.

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