16. Wirtschaftsforum Mainfranken

Rückblick: Erfolg beginnt im Kopf - Von Spitzensportlern lernen

Ansprechpartner:

Anne Weiß, M.Sc.
Ludwigstraße 10 1/2
97070 Würzburg
0931/452 652-12
weiss@mainfranken.org

23. Mai 2019

Das Wirtschaftsforum Mainfranken ist bewährter Klassiker. Vorträge, Podiumsdiskussionen, Live-Interviews - seit Jahren zentraler regionaler Treffpunkt für Wirtschaftspolitik und Zukunftsgestaltung. Verantwortlich: Region Mainfranken GmbH und die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. in eingespielter Zusammenarbeit. Publikum: Vernetzungsinteressierte Vertreter des mainfränkischen Unternehmertums, der Verwaltung und der Kommunen.

„Keiner gewinnt alleine…

… ohne Ihr Team sind Sie nichts!“ Diese Mahnung richtete Prof. Dr. Hermann beim 16. Wirtschaftsforum Mainfranken an alle Führungskräfte. Oder anders gesagt: „nur wer gemeinsame Ziele formuliert, entwickelt sich auch weiter. Teamgeist, Selbstvertrauen und Mut sind dabei Grundvoraussetzungen, ohne die es nicht geht“, so Sportpsychologe Prof. Dr. Hans-Dieter Hermann, der auch die deutsche Fußballnationalmannschaft betreut.

Beim diesjährigen Wirtschaftsforum zum Thema „Erfolg beginnt im Kopf – von Spitzensportlern lernen“ drehte sich alles um die Motivation. Die Gastgeber – die Region Mainfranken GmbH und die vbw-Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. – konnten an diesem Abend 200 Gäste begrüßen. MacherInnen aus Wirtschaft, Sport und Politik gaben Antworten und machten Mut für das Beschreiten gemeinsamer Wege.

Die Regiopolregion - Mehr als die Summe Ihrer Einzelteile

Im Wettbewerb der Regionen gelte es auch, Herausforderungen wie Fachkräftemangel und Globalisierung im regionalen Schulterschluss zu bewältigen, waren sich die beiden Vorsitzenden der Region Mainfranken GmbH Landrat Wilhelm Schneider und Oberbürgermeister Christian Schuchardt einig. Dass das Ganze mehr ist als die Summe seiner Einzelteile zeige auch die Gründung der Regiopolregion Mainfranken – hierdurch habe man als Standort wesentlich mehr Schlagkraft als sieben Landkreise und zwei kreisfreie Städte.

Wolfgang Fieber, Vorsitzender der vbw Bezirksgruppe Unterfranken zog Parallelen zwischen Wirtschaft und Sport: „Spitzensportler erreichen durch Ausdauer, Disziplin, Leidenschaft und optimale Bedingungen Höchstleistungen. Für Unternehmen sind im Wettbewerb um die besten Geschäftsmodelle die gleichen Kompetenzen gefragt.“

Dass Wettbewerbssituationen in Sport und Wirtschaft ähnlich sind, wurde durch Prof. Hermanns Vortrag deutlich. Denn vieles, was Sportler als Erfolgsdruck erleben, findet man auch in der Strategieabteilung eines Unternehmens. Radikale Marktveränderungen und immer kürzer werdende Produkt- und Innovationszyklen sind Herausforderungen, die Führungskräfte mit ihren Mitarbeitern gemeinsam meistern müssen. Prof. Dr. Hermann betonte: „Sie müssen nicht nur Freude an dem haben, was Sie tun, sondern auch ambitionierte Ziele! Diese beiden Dinge gehören immer zusammen – in Sport und Wirtschaft gleichermaßen.“

Sportler und Unternehmer im Austausch

Wie tiefgreifend ein solcher Kampf ein Unternehmen verändern kann, wusste Christoph Müller, Vorstandsmitglied der Koenig & Bauer AG zu berichten. „Wir sind durch das Internet gestorben und über das Internet wieder auferstanden.“ So sei es gelungen, die Digitalisierung als Chance zu begreifen und sich nach dem Einbruch der Printmedienbranche über Zuwächse im Verpackungsbereich – bedingt vor allem durch den Online-Handel – neue Märkte zu erschließen und mit dem Digitaldruck ein innovatives Geschäftsfeld aufzubauen.

Mit welchen Herausforderungen Gründer zu kämpfen haben, erzählte Dr. Nils Gageik, Geschäftsführer der Emqopter GmbH. Das Mitte 2016 gegründete Start-Up will sich mit seiner vollautonomen Lieferdrohne in erster Linie auf die sogenannte „letzte Meile“ konzentrieren. Momentan finanziert sich das Startup durch das Eigenkapital der Gründer, bisherige Finanzierungen und Umsätze sowie durch Fördergelder. Emqopter plant eine Kleinserie und sucht dafür aktuell Investoren. „Wir wollen größere Stückzahlen fertigen, denn nur Forschung und Entwicklung lohnt sich auf Dauer nicht. Der Weg zum Erfolg ist lang, erfordert Mut und Ausdauer – die Angst vor dem Scheitern ist bei Gründern immer präsent und muss überwunden werden.“

Die mainfränkischen Sportler Carolin Lehrieder und Maxi Kleber kennen solche Durststrecken. Beide hatten sie in der Vergangenheit mit Verletzungen und Rückschlägen zu kämpfen. Caroline Lehrieder erlebte im Frühjahr eine mentale Herausforderung bei Ihrem Langstrecken Triathlon in Taiwan, als ihr nach kurzer Zeit die Gangschaltung versagte. „Ich hätte mich natürlich ins Gras setzen und heulen können. Aber ich habe mich entschieden alles zu geben was möglich ist und habe damit meine bisherige Bestzeit um 10 Minuten unterboten.“

Dass es aktuell für beide so gut läuft, liegt nicht nur an ihnen selbst. Begleitet und gecoacht werden sie von professionellen Trainern und Mannschaftskameraden. Der NBA-Spieler Maxi Kleber weiß aus eigener Erfahrung, dass im Mannschaftsgefüge Teamgeist und Vertrauen herrschen müssen, um gemeinsam Siege zu erringen: „Basketball ist ein Sport, in dem regelmäßig Fehler passieren. Erst, wenn wir auch die Fehler von Teamkollegen am Feld kompensieren und nicht nur für unser Ego spielen, sind wir richtig gut!“

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