Mainfränkische IT-Unternehmen streben nach stärkerer Kooperation

ERSTE VIRTUELLE NETZWERKSTATT IT & KI

05. Oktober 2020
Ansprechpartner:

Emanuel Friehs, M.A.
Ludwigstraße 10 1/2
97070 Würzburg
0931/452 652-13
friehs@mainfranken.org



05.10.2020

Vom Start-up bis hin zu global tätigen Unternehmen, von Hochschulen bis hin zu außeruniversitären Forschungseinrichtungen – die Wirtschaftssektoren IT und KI sind die großen Digitalisierungsgewinner. In den letzten Monaten konnten sie aufgrund der Covid19-Pandemie stark zulegen und erleben weiterhin eine Sonderkonjunktur. Auf Initiative der Region Mainfranken GmbH kamen gestern über 30 Führungskräfte aus der Wirtschaft und Forschung im Bereich IT & KI virtuell zusammen, um Ideen zu einer stärkeren regionalen Vernetzung zu entwickeln.

Zu Beginn der Netzwerkstatt stellte Åsa Petersson, Geschäftsführerin der Region Mainfranken GmbH, die Hintergründe des Treffens dar. „Der Digitalisierungssprung während der letzten Monate ist enorm – er hat unsere regionalen Kompetenzen im Feld IT & KI weiter vorangetrieben. Was fehlt ist die Sichtbarkeit der mainfränkischen Schlüsselakteure, um große Projekte gemeinsam stemmen zu können.“ Mit Unterstützung von Gerhard Hube, Professor für Innovationsmanagement an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, wurde ein interaktives Format konzipiert, das es den Teilnehmern ermöglicht, sich in vertraulicher Gesprächsatmosphäre auszutauschen und Ideen zu sammeln. Prof. Hube betonte: „Stärken einzelner Player bündeln, nutzen und dabei vertrauensvoll zusammenzuarbeiten – das sind entscheidende Faktoren im globalen Wettbewerb.“ Als erfolgreiches Beispiel regionaler Kooperation präsentierte sich der IT-Verband Mainfranken, der mit zahlreichen Mitgliedern beim virtuellen Treffen vetreten war.

Potenziale und Erfolgsfaktoren
Die Teilnehmenden waren sich einig: Durch eine Intensivierung der Zusammenarbeit entstehen viele Synergieeffekte und die regionale Strahlkraft steigt. Insbesondere die höhere Sichtbarkeit gegenüber Investoren und dringend benötigten Fachkräften, sowie das Finden passender Projektpartner, das gemeinsame Entwickeln von Geschäftsmodellen und der regelmäßige Austausch von Know-How wurden als Vorteile genannt. Abschließend sprach sich die Mehrheit der Teilnehmenden für eine Fortsetzung des Formats aus. 

Fachkräftemangel für Firmen spürbar
„Seit vielen Jahren versuchen wir, die Absolventen der Hochschulen hier zu behalten und an den Standort zu binden. Viele verlassen die Region aber nach erfolgreichem Studienabschluss wieder“, meinte ein Teilnehmer der Veranstaltung. Alle Anwesenden waren sich sicher: Um Fachkräfte zu binden oder zu gewinnen, zählt das gemeinsame Engagement. Die Region Mainfranken GmbH wirbt beispielsweise über ihr Portal „Mainfranken - Wie für dich gemacht“ für die attraktiven Lebensbedingungen und Arbeitgeber in der Region. Zudem nimmt sie im Rahmen der Fachkräfteoffensive an virtuellen Messen teil, etwa der ITCS Darmstadt, um junge Studienabgänger auf den Technologie-Standort Mainfranken aufmerksam zu machen. Beim „career talk“ im Rahmen der Wuerzburg Web Week 2020 bietet die Region Mainfranken GmbH außerdem drei regionalen Arbeitgebern aus dem IT-Bereich die Möglichkeit, sich einem breiten Publikum vorzustellen.

Foto: Headway/Unsplash